Usability rechnet sich
Hallo Zusammen,
einen schönen Artikel zum Thema "Usability bei Kunden positionieren" findet Ihr hier http://www.benutzerfreun.de/newsletter/n....
Das ist ein einfaches, aber klares Beispiel. Ich komme immer wieder in die Lage, dass die Kunden zwar im Grunde schon Usability irgendwie wollen, aber richtig GELD dafür ausgeben ist dann immer noch eine andere Sache.
Wie sind da Eure Erfahrungen?
Viele Grüße,
Thiemo
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Hi Thiemo... ja, auch bei
Hi Thiemo...
ja, auch bei meinen Anwendungen (jetzt kein Blend oder ähnlich, sondern Microsoft Excel) stelle ich manchmal fest, dass potentielle Kunden mehr Wert auf "Hauptsache, es funktioniert und es ist egal, wie es aussieht oder bedienbar ist" legen.
Je nach Fall, fahre ich da mehrere (Überzeugungs-)Strategien; wie beispielsweise, Kosten einsparen durch intuitive(re) Bedienung, weniger Schulungen, weniger Support, Steigerung der Mitarbeitermotivation, weniger Widerstände bei Einführung, Live-Vergleich von 2 Dummy Anwendungen (einmal mit ergonomischer und einmal mit "schlechter" Oberfläche), usw..
Bei manchen stelle ich auch vorab einen Prototypen vor, damit man sich besser ein Bild machen kann. Und bei denen, wo es gar nicht geht, also nichts zu machen ist; lasse ich's einfach und verweise darauf, dass es weitere Anbieter gibt. Glücklicherweise ist's relativ selten.
PS: auch ich bin natürlich nicht perfekt und würde nicht behaupten, ein Usability Guru zu sein; ein Mindestmass gehört sich aber IMHO.
Gruß
Das größte Problem an
Das größte Problem an Usability ist, dass sie zu ernst genommen wird.
(Ich mag den Satz, weil er so provokant ist
)
).
Was ich damit meine: In den Fachbüchern wird immer die optimale Usability diskutiert. Inklusive monatelanger Research-Phasen und malen von bunten Collagen fiktiver Benutzer (Der ging an Timo
Was dabei grundsätzlich aus acht gelassen wird: Usability bewegt sich in der Realität in extrem engen Grenzen: z.B. Budget, Vorstellungen des Kunden, Erwartungen und Bequemlichkeit der Benutzer (In einigen Fällen ist schlechte Usability sogar die bessere Usability!). Wir designen sehr oft UIs fast ausschließlich für den Kunden und haben nahezu keinen Raum für Betrachtungen des eigentlichen Benutzers. Und zwar weil alles andere nicht zu verkaufen wäre.
Der Grund: Usability ist nach wie vor nicht in allen Köpfen als fundierte Wissenschaft angekommen. Ich weiß nicht, wie viele Leute ich habe sagen hören, sie haben Ahnung von Usability, sie haben aber nie was von Nielsen oder der ISO-NORM 9241 gehört. Solche Leute mögen die eigene Auffassung gut reflektieren können. Aber zu dieser Disziplin gehört erheblich mehr. Und zwar pures, umfassende Know-how über Wahrnehmung, Motivation, Design,... bis hin zu ausformulierten und gelebten User-Interface-Design-Prozessen.
Was ich mit den Satz zu Anfang also meine: Usability wird von denen zu ernst genommen, die keine Ahnung davon haben (weil sie sich überschätzen), und von denen, die sehr viel Ahnung davon haben (weil sie die Projekt-Realität oft außer acht lassen).
So,jetzt ist es raus
Daniel Greitens
MVP Expression Blend
http://www.maximago.de